AFS-Test

 

Der AFS-Computertest ist kein Intelligenztest sondern ein speziell entwickeltes pädagogisches Computer-Test-Verfahren zur Feststellung einer eventuell vorliegenden Legasthenie/LRS/Dyskalkulie/Rechenschwäche. Dieses pädagogische Testverfahren wurde im DRC Forschungszentrum, im Dyslexia Research Center USA, unter Mitwirkung von Frau Dr. Astrid Kopp-Duller entwickelt. Es soll Trainern, Lehrern und auch Eltern mehr Verständnis und Überblick über die Problematik bringen und die praktische Arbeit, vor allem den Beginn dieser, mit legasthenen/LRS/dyskalkulen/rechenschwachen Kindern erleichtern. Ausschließlich diplomierte Legasthenietrainer des EÖDL dürfen diesen Test durchführen, bei dem spielerisch folgende Bereiche getestet werden:

 

Was ist LRS?     Was ist LRS?     Was ist LRS?     Was ist LRS? 

    A          für Attention (Aufmerksamkeit)

    F           für Function (Sinneswahrnehmungen)

    S           für Symptom (Fehler)

 Was ist LRS?     Was ist LRS?     Was ist LRS?     Was ist LRS?

 

Der Test besteht aus elf Untertests, welche die für den 

Schriftspracherwerb relevanten Bereich überprüfen.

 

Gemessen werden der Aufmerksamkeitsdurchschnitt mit

Bildern, Halbsymbolen und Buchstabensymbolen (A), 

die Verarbeitung von optischen und akustischen Eindrücken

und  die Raumwahrnehmung (F), dem Alter entsprechend. 

Eine Fehleranalyse, erstellt anhand eines Fragenkatalogs, 

ergänzt das Testverfahren (S). 

 

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Sollten Sie Interesse haben, ihr ca. 8-14 Jahre altes Kind auf pädagogischer Basis testen zu lassen, dann erfolgt zunächst eine kostenlose Erstberatung, bei der mich das Kind als Trainingspartner - nicht als Lehrer - in einer lockeren Atmosphäre kennenlernen kann. Die Eltern erhalten neben den ersten Informationsunterlagen einen Anamnesebogen, den sie in Ruhe zu Hause ausfüllen können.  

 

Sollte sich das Kind für einen weiteren Termin entscheiden, wird dann bei Vermutung einer Legasthenie/LRS ein kurzes Diktat und eine Lesesequenz stattfinden, um die beschriebene Fehleranalyse durchführen zu können. Zum Vorlesen kann auch gerne die farbige Leseschablone (Easy Reading Leseschablone) ausprobiert werden. Bei Verdacht auf Dyskalkulie/Rechenschwäche wird entsprechend ein dem Alter angemessener Rechentest durchgeführt. 

 

Stimmt das Kind einem weiteren Termin zu, folgt dann der ca.

60 Minuten dauernde AFS-Test. 

 

Die umfassenden Testergebnisse bieten eine zuverlässige Übersicht darüber, ob und wie sehr Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmungen zusätzlich zum eigentlichen Symptom gefördert werden sollten.

Anschließend wird ein Trainingsplan und auf Wunsch auch  

ein pädagogisches Gutachten erstellt.

 

   Was ist LRS?     Was ist LRS?     Was ist LRS?     Was ist LRS?    

 

Wird das pädagogische Gutachten von Jugendämtern und anderen öffentlichen Stellen für eine Förderung anerkannt? 

 

Da diese Frage nach einer finanziellen Unterstützung der 

Förderung durch öffentliche Ämter bei Erstgesprächen oft vorkommt, 

hat der EÖDL dazu Stellung genommen:

 

"Das pädagogische AFS-Testverfahren wird als Meilenstein der pädagogischen Forschung gesehen und  ist ein ausgezeichnetes und seit mehr als 10 Jahren bewährtes Werkzeug, welches auf pädagogisch-didaktischer Ebene zur Feststellung einer Leg./LRS/Dys./Rechenschwäche in über 50 Ländern verwendet wird. Es wird in der pädagogischen Förderdiagnostik verwendet und ist ausschließlich Legasthenie- und DyskalkulietrainerInnen vorbehalten. Damit ist gewährleistet, dass nicht nur Festsstellungen getroffen werden, sondern auch aus den Informationen ein individueller Förderplan erstellt wird. Das Testverfahren ist in erster Linie dazu gedacht, den TrainerInnen in der Arbeit hilfreich zu sein. In Deutschland ist, wenn Förderungen nach §35a angestrebt werden wie eine finanzielle Unterstützung oder ein Notenschutz, eine multiaxiale Diagnostik die Voraussetzung. Dies ist gesetzlich so festgelegt. Auch Betroffene, welche keine Sekundärauffälligkeiten aufweisen, müssen diesen Prozess durchlaufen. Die alleinige Feststellung auf pädagogischer Ebene reicht also nicht aus, um dem Gesetz zu entsprechen. Dies wiederum hat aber nichts mit der Wertigkeit des AFS-Testverfahrens zu tun. Eine multiaxiale Diagnostik ist allerdings ohne eine pädagogische Förderdiagnostik wertlos. Es gibt kein psychologisches Testverfahren, mit dem man einzig und alleine eine Leg./LRS/Dys./Rechenschwäche feststellen könnte! Alle Testverfahren, hauptsächlich IQ-Tests - die meisten stellen den IQ-Wert mittels Sinneswahrnehmungsleistungen fest - und auch LRS-Tests (diese sind gerade bei legasthenen Menschen sehr wenig aussagekräftig, weil ihre Lese- und Schreibleistungen stark schwanken und verfassungsabhängig sind) sind dazu leider wenig hilfreich, dennoch halten öffentliche Stellen an diese Art von Feststellung noch immer fest, weil es gesetzlich so definiert ist. Unberührt davon bleibt jedoch, dass der einzelne Lehrer im Unterricht sehr wohl ein pädagogisches Gutachten bzw. ein AFS-Test Ergebnis anerkennen und somit auf das legasthene Kind Rücksicht nehmen kann und z.B. die mündlichen Leistungen stärker bewertet als die schriftlichen. Dies kann erfolgen, wenn der Lehrer für die Thematik sensibilisiert ist. Es ist aber zu beobachten, dass auch in deutschen Schulen LehrerInnen immer häufiger auf die pädagogischen Feststellungen durch KollegInnen reflektieren und den betroffenen Kindern zumindest Verständnis entgegen bringen."

(Livia Pailer-Duller für den EÖDL, KLL und das DRC)